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Turbinenradzähler
FM-120

Die elektronischen Turbinenradzähler der Baureihe FM 120 dienen der Durchflussmessung von wässrigen und wasserähnlichen Medien für den nichteichpflichtigen Bereich

Beschreibung

JESSBERGER bietet mit der Baureihe dieser Turbinenradzähler aus den Materialien PP und PVDF handliche, einfach bedienbare und preisgünstige Geräte an, um dünnflüssige, wasserähnliche Medien und hierbei insbesondere aggressive Medien wie Säuren und Laugen sicher und genau zu messen. Die Zähler sind für den Einbau als stationäre Zähler aber auch als Handdurchlaufzähler bei den Fasspumpen geeignet.

Die Viskosität des zu messenden Mediums darf maximal 20 mPas betragen. Daneben muss sichergestellt sein, dass ein konstanter, nicht pulsierender Durchfluss von 20 –120 l/min. gegeben ist und der Betriebsdruck 6 bar nicht übersteigt. Die Messgenauigkeit im kalibrierten Zustand beträgt bei Einhaltung dieser Parameter sowie bei Berücksichtigung der erforderlichen Einlauf- und Auslaufstrecken ±1,0%. Auch etwaige Mediumrückflüsse werden umgehend subtrahiert.

Die Zähler werden werkseitig im Bereich 1 für wasserähnliche Medien vorkalibriert. Es besteht aber für den Anwender die Möglichkeit, den Turbinenradzähler für weitere dünnflüssige Fördermedien entsprechend zu kalibrieren. Hierfür sind drei zusätzliche Kalibrierbereiche vorhanden. Der Zähler ist im Auslieferungszustand auf Liter eingestellt und kann durch wenige Tastendrücke auf Gallonen umgestellt werden.

 

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Prinzip des Turbinenradzählers

Die Erfassung der Messwerte erfolgt bei diesen Geräten aus strömungstechnischer Sicht nach dem Prinzip des Turbinenradzählers, das im Folgenden allgemein dargestellt wird:

Der Turbinenradzähler ist ein Volumenzähler. Er besteht aus einer Messkammer mit einem Axialturbinenrad, das sich aufgrund der einströmenden Flüssigkeit frei bewegt, sowie einem Deckel, der die Auswerteelektronik, das Display und die Tastatur enthält. Das Turbinenrad nimmt hierbei eine Drehzahl an, die der mittleren Strömungsgeschwindigkeit im freien Querschnitt des Turbinenradzählers entspricht. Diese Drehzahl ist proportional zum Volumendurchfluss und die Anzahl der Umdrehungen zum durchgeströmten Volumen. Die vom Turbinenrad gemessenen Messwerte werden dichtungslos sowie berührungslos übertragen und weiterverarbeitet.

Bei der Baureihe FM 120 wird ebenfalls ein Turbinenrad aus PVDF infolge des Flüssigkeitsstroms in Rotation gebracht und anschließend ein Sensor berührungslos betätigt. Die Sensorsignale werden über einen Mikrocontroller weiterverarbeitet, ausgewertet und auf dem formschönen, übersichtlichen Display in digitaler Form dargestellt.

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Displaywerte

Gemessene Durchflussmenge in Liter (Nichtrückstellbare Gesamtmenge, rücksetzbare Teilmengen).

Durchflussgeschwindigkeit in Liter pro Minute.

Vorliegen eines Durchflusses (sich im Uhrzeigersinn drehende Turbine bei richtiger Durchflussrichtung).

Werkskalibrierung, drei zusätzliche Kalibrierbereiche.

Optionen

Impulsausgang (FM 120 I)

Mengenvoreinstellung zur Steuerung einer Pumpe, eines Magnetventils oder eines Kugelhahns (FM 120 M01).

DC – Version (Versorgung mit 24 Volt)

USB – Schnittstelle (in Vorbereitung)

Kundenspezifische Lösungen

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bei Bedarf kann der Benutzer über die Tastatur unterhalb des Displays verschiedene Parameter eingeben

Vornahme der Kalibrierung des Zählers.

Eingabe der gewünschten Fördermenge im Rahmen der Mengenvoreinstellung (als Option erhältlich).

Wechsel der Maßeinheit von Liter auf Gallonen.

Die Stromversorgung erfolgt über eine Lithiumbatterie, deren Kapazität eine Betriebsdauer von bis zu 3 Jahren hat. Sofern innerhalb einer Zeitspanne von 120 Sekunden keine Taste auf dem Display betätigt noch ein Mindestdurchfluss erkannt wird, schaltet das Gerät automatisch in den Stromsparmodus. Die aktuellen Anzeigewerte werden hierbei gespeichert.

Aufgrund der hohen Messgenauigkeit und Zuverlässigkeit finden die beiden Turbinenradzähler vor allem in der Prozessüberwachung sowie bei zahlreichen Einsatzfällen in nahezu allen Industriezweigen Anwendung. Die beiden Durchflussmengenmesser aus PP und PVDF haben sich seit mehr als zehn Jahren vor allem im Zusammenhang mit den Fasspumpen der Firma JESSBERGER sowie bei Aufgabenstellungen in der chemischen und galvanischen Industrie bewährt.

 

Technische Daten FM 120

Messprinzip
Turbinenradprinzip über
durchflussproportionale
Impulsgeber
Viskosität Max. 20 mPas
Messbereich 20 -120 l/min
Betriebsdruck Max. 6 bar
Berstdruck 12 bar 
Messgenauigkeit kalibriert ± 1% vom Messwert*
Messauflösung 0.03 l
Anzeigeauflösung 0.05 l 
Wiederholgenauigkeit ± 0.5% 
Umgebungstemperatur + 5°C bis + 50°C 
Temperatur des Messmediums + 5°C bis + 50°C 
Lagertemperatur (Mediumfrei) – 10°C bis + 60°C  
Anzeige LCD-Display, zwei 6-stellige
7-Segmentanzeigen und
28 grafische Symbole
Bedienelemente 5 Kurzhubtasten,
Folie IP 65
Spannungsversorgung Lithium-Batterie, 3,6 V
Typ AA, 2300 mAh
Anschlüsse (beidseitig) Außengewinde G 1″ 
FM 120 PP:
Materialien der medienberührten Teile
Gehäuse: PP
Turbinenrad: PVDF
Achse: NiCroFer 2.4605
Dichtung: FKM
FM 120 PVDF:
Materialien der medienberührten Teile
Gehäuse: PVDF
Turbinenrad: PVDF
Achse: NiCroFer 2.4605
Dichtung: FKM 
FM 120 PP:
Mediumbeispiele
Für neutrale und aggressive
Medien wie Diesel, Heizöl, Natronlauge, Phosphorsäure, Salzsäure, Seewasser,
Wasser, Zitronensäure
FM 120 PVDF: Mediumbeispiele
Für hochaggressive Flüssigkeiten wie Chlorbleichlauge, Chromsäure, Natronbleichlauge, Schwefelsäure
FM 120 PP: Gewicht
ca. 300g 
FM 120 PVDF: Gewicht
ca. 450g 
FM 120 PP: Bestell-Nr.
9020
FM 120 PVDF: Bestell-Nr.
9021

* Referenzbedingungen:

Messmedium Wasser, Umgebungs- und Wassertemperatur: 20°C. Einhaltung der Anforderungen für die minimalen Einlauf- und Auslaufstrecken sowie den passenden Innendurchmesser der Verrohrung. Bei einem optimalen Einbau betragen sowohl Einlauf- als auch Auslaufstrecke mindestens 75 cm mit einem Rohrdurchmesser von 1“.

Empfohlene Einbaulage: Aufrecht stehend (Display oben, Tasten unten),  Lage des Messwerkes oben, der Durchfluss muss in Pfeilrichtung erfolgen.